Projekt Nightwing

      Projekt Nightwing

      Ich möchte euch hier mein Nachtflieger-Projekt vorstellen.

      Genau genommen ist das die zweite Ausbaustufe des Flugzeugs. Er flog bereits und das auch recht gut, bekommt jetzt allerdings noch ein paar Upgrades. Aber erst einmal der Reihe nach:
      Basis des ganzen ist der Bausatz Swift 2 von Lindiger, eine Styroportragfläche mit ein bisschen Zubehör für wenig Geld. Dazu kommen 3,5m LED-Band, ein bisschen Elektronikkram und ein tiefer Griff in die Restekiste, wo sich noch zwei Servos, ein Empfänger und ein Motor mit Regler und Propeller fanden.
      Die Lichtsteuerung habe ich selbst entwickelt: Auf 17 Ausgängen können die LED-Streifen beliebig zum Blinken gebracht und über einen Servokanal auf Dauerlicht oder ausgeschaltet werden.
      Zusammengebaut und er fliegt!

      Sogar recht gut.

      Die dritte Landung zeigte dann, dass die Macher des Swift offenbar die Servoindustrie unterstützen wollten. Der Vorgabe, die Servos unter dem Flügel einzubauen bin ich unreflektiert gefolgt, wie ich auch alle anderen Komponenten unter dem "Rumpf" eingebaut habe. Dritte Landung (die war ein bisschen härter) => zwei Getriebe hin.
      Also habe ich die Servos auf die Oberseite umgebaut, mit dem Erfolg, dass die Klappen nicht mehr nach unten ausschlagen können...
      Weiteres Manko: Der Einbau der Elektronik auf der Unterseite bekam weiter bei jeder Landung etwas ab und der aus Platzgründen sehr filigrane Aufbau litt unter diversen Kabelbrüchen, sodass immer mal wieder ein LED-Streifen ausfiel.

      Daher folgt nach diesen ermutigenden Vorversuchen der Umbau:
      Geplant sind:
      -Einbau eines Holms (Warum auch immer war keiner vorgesehen. Der Flieger wurde dadurch doch ziemlich weich)
      -Verlegung der gesamten Elektronik auf die Oberseite und Bau einer Kabinenhaube um das Ganze abzudecken
      -optische Verschönerung: Bisher waren die LED-Streifen durch Gewebeband abgedeckt, das sich hin und wieder mal ablöste. Da suche ich noch nach einer transparenten Lösung. Ich denke, ich werde den ganzen Flieger laminieren und anschließend lackieren. Macht ihn stabiler und schöner
      -Lösung des Anlenkungsproblems, ich möchte auch wieder Klappenausschläge nach unten haben. Das dürfte sich durch andere Ruderhörner leicht lösen lassen.
      -Upgrade der Lichtelektronik: Bisher waren die auf dem Bild sichtbaren LED-Streifen als ganzes geschaltet. diese bestehen aber aus 5 Segmenten zu jeweils 3 LEDs, die ich auch als nach hinten laufendes Laufklicht schalten können möchte. Daher soll jedes der 72 LED-Module einzeln angesteuert werden können. Wenn es so läuft wie ich es mir vorstelle, wird das ohne größeren Schaltungsaufwand realisierbar sein.

      Unten angehängt ein Bild des aktuelles Zustands und ein Bild mit angeschalteter Beleuchtung. Das ist noch der alte Stand, mit der neuen Elektronik wird es aber genau so aussehen, es werden nur andere Lichteffekte möglich.
      Bilder
      • WP_20150930_11_57_18_Pro.jpg

        2,15 MB, 3.072×1.728, 111 mal angesehen
      • IMG-20150829-WA0007.jpg

        107,71 kB, 576×1.024, 113 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Kenny3015“ ()

      So, ich bin wieder ein gutes Stück weitergekommen.
      Sieht im wesentlichen so aus wie vorher, aber jetzt sind alle Kabel auf die Oberseite geführt und soweit möglich zusammengefasst.
      Demnächst werde ich also mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen und einen kleinen Steuerbaustein entwickeln.
      Bilder
      • WP_20151002_21_03_56_Pro.jpg

        1,92 MB, 3.072×1.728, 110 mal angesehen
      Der fliegt sich eigentlich ziemlich zahm, ist von der Auslegung her eher ein Segler, bleibt dafür aber auch ziemlich lange oben.
      Die LEDs habe ich bei Lindinger mitbestellt, wäre über Ebay oder ähnliches wahrscheinlich günstiger gewesen. So kamen halt noch ein Haufen BEC-Stecker mit, die ich auch gut gebrauchen konnte.
      Heute habe ich mich ein wenig mit der Elektronik befasst. Ist lägst noch nicht fertig und auch nicht besonders schön geworden, um eine richtige Platine herstellen zu können fehlen mir ein bisschen die Mittel. Also Lochraster...
      Der Controller fehlt noch, ich werde die einzelnen Ausgänge erstmal per Hand durchprüfen, damit ich das empfindliche Kerlchen nicht versehentlich grille. Ich bin jedenfalls mal wieder ein gutes Stück weiter gekommen.

      Zur genauen Funktion der Schaltung schreibe ich später mal was.
      Bilder
      • WP_20151003_21_29_41_Pro.jpg

        1,37 MB, 3.072×1.728, 110 mal angesehen
      • WP_20151003_21_29_50_Pro.jpg

        1,33 MB, 3.072×1.728, 110 mal angesehen
      So, wieder mal was geleistet. Alle LED Segmente sind jetzt an meiner Controller-Platine angeschlossen und die grobe Funktionsprüfung hat ergebe, dass ich nicht allzu viel Mist gebaut habe.
      Also werde ich demnächst mal einen Controller verbauen und dann sehen wir mal weiter...

      @Tony: Martinshorn kann ich nicht, die anderen beiden sind kein größeres Problem.
      Wenn du ein paar Spezifikationen hast, kanns losgehen.
      Bilder
      • WP_20151009_20_18_39_Pro.jpg

        1,9 MB, 3.072×1.728, 108 mal angesehen
      Heute kam der Controller noch dazu. War ja klar, dass meine Anschlussdrähte recht knapp bemessen waren, irgendwann habe ich ihn dann trotzdem angeschlossen bekommen.
      Überraschung: Er wurde auf Anhieb erkannt, und alle LEDs scheinen zu funktionieren.
      Ich habe noch ein kleines Testprogramm geschrieben, das einfach alle LEDs durchschaltet und das alleine ist total geil anzusehen...!

      Der Erstflug mit LEDs liegt also in gar nicht mal so weiter Ferne.
      Wie meinst du das
      Das Ding leuchtet, den siehst du weiter, als du ein Flugzeug am Tag sehen würdest. Außerdem folgt die Beleuchtung den Konturen, die Lageerkennung ist also zwar schwieriger, aber möglich.
      Was ich in dem Video hochgeladen habe ist nur ein Systemtest, das ist nicht das endgültige Lichtmuster.
      Die LEDs folgen der Kontur des Flugzeugs:
      Vorn an der Nase sind über die ganze Spannweite grüne LEDs, leicht nach unten gerichtet, da man den Flieger meist von unten sieht. Im Tiefflug übrigens auch ziemlich cool, wenn er den Boden anstrahlt. Auf der Oberseite befinden sich drei Streifen längs zur Flugrichtung, außen grün, innen rot. Die Unterseite hat rote LEDs, quer zur Flugrichtung. Eine Verwechslung ist da schonmal schwierig.
      Seitlich haben die Winglets zwei grüne Streifen. Die Farbe ist gleich, ich sehe ja in welche Richtung er fliegt, da kann ich mir die Fluglage denken.
      Hinten sind insgesamt 10 blaue LEDs, sechs hinter den Propellern und nochmal zwei an der Hinterkante der Winglets. Die Lageerkennug ist also auch da einwandfrei.

      Wenn ich dann irgendwelche Lichtmuster laufen lasse, wird das zwar etwas schwieriger, die grundsätzliche Erkennung bleibt aber.
      Mal der Versuch ein bisschen Licht in Dunkel (Pling, Wortspielkasse!) zu bringen:
      Wie ich möglicherweise schon sagte, kann meine Hardware 80 LED-Segmente einzeln ansteuern. Aus verschiedenen Gründen ist es nicht möglich, dass jedes Segment einen eigenen Ausgang hat.
      Um Teile zu sparen, sind meine LEDs daher in vier Gruppen zu je 20 Segmenten aufgeteilt, die in schneller Folge durchgeschaltet werden. So entsteht die Illusion, dass auch LEDs, die in verschiedenen Gruppen liegen gleichzeitig leuchten.

      Das Umschalten kann mittels sogenannter Interrupts gesteuert werden, das sind Programmteile, die aus der normalen Abarbeitung heraus das laufende Programm unterbrechen, ihre Aufgabe erledigen und wieder zum Programm zurückkehren. Das ist zum Beispiel sehr nützlich, wenn etwas zu festen Zeiten, bzw. in festen Zyklen geschehen soll.
      Ein Interrupt hat immer mindestens eine Bedingung, die ihn auslöst. Eine solche kann ein Timer sein, ein in der Hardware fest vorprogrammierter Zähler, der durch den Systemtakt gespeist wird und beim Erreichen seines maximalen Wertes einen Interrupt auslösen kann.
      Die Kombination Interrupt+Timer ermöglicht es mir also ohne eine Zeile Code zu schreiben in festen Zyklen meine Gruppen durchzuschalten (den Code für das Umschalten muss ich natürlich trotzdem schreiben, ist aber halb so wild).

      Die letzten Tage habe ich mich damit herumgeschlagen, dass mein Interrupt sehr komische Dinge tat und die von mir berechneten Timerzyklen (berechnet aus Systemtakt und Konfiguration) nicht im Ansatz mit den realen Zyklen zusammenpassten (wie ich festgestellt habe, lag ich genau um den Faktor acht daneben). Das lag eben daran, dass ich mich ziemlich doof angestellt habe, meinen Fehler aber inzwischen gefunden habe.