Impellerprojekt "Speedwing"

      Impellerprojekt "Speedwing"

      Mal wieder was neues, die Anzahl der unfertigen Projekte soll ja nicht zu niedrig werden...
      Um ein paar Erfahrungen für meine Impellerstudie I-90 zu sammeln (hatte ich hier ja im Forum schon vorgestellt, aber auch länger nicht weitergebaut) und mal ein paar meiner vielen 70er Impeller loszuwerden, habe ich beschlossen einen Impellerträger zusammenzubauen. Keine Ahnung, ob er schnell wird, oder überhaupt fliegt. Der finanzielle und Bauaufwand wird sich jedenfalls in Grenzen halten.

      Die Basis ist wieder der Swift von Lindinger, der ist ja schon vom Nightwing bekannt (Das Projekt ist übrigens auch so gut wie abgeschlossen, nur das Thema habe ich etwas vernachlässigt). Dazu kommen eine Menge Kohlerohr (der Flieger kommt ja von Haus aus ohne Holm aus), ein bisschen Sperrholz, Depron, ein 70er ChangeSun-Impeller und ein bisschen elektronischer und mechanischer Kleinkram. Nichts besonderes also.

      Der Bau ist schon ein bisschen weiter fortgeschritten, daher poste ich mal meine Baustufenfotos hintereinander weg und verteile das der Übersicht halber auf mehrere Beiträge.
      Wenn ich dann wieder weiterbaue führe ich das Thema normal fort.

      Und los gehts:

      Der Impeller soll zwischen den beiden Flügelhälften eingebaut werden. Daher ist die Spannweite etwa 8cm größer als die des Originals. Zur Aufnahme des Antriebs habe ich zwei Holzspanten gebaut und in den Flügel eingeklebt.
      Im Flügel wurden dann noch gut 2m Kohlerohr eingeklebt und im vorderen Bereich ein Holzbrett zur Akkuaufnehme eingeharzt.
      Impeller und Akku durften auch probesitzen, das ist aber hier nur provisorisch. Der impeller war im weichen Balsaklötzchen verschraubt und fiel ständig raus...
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      Um die wackelige Impellerhalterung habe ich mich als nächstes gekümmert.
      Auf den besagten Balsaklotz habe ich jeweils ein 5mm Sperrholz mit zwei Einschlagmuttern geschraubt, mit denen ich den Impeller jederzeit wieder lösen kann, ohne das Holz auszuleiern.

      Den Regler habe ich auch untergebracht. Er liegt so weit wie möglich hinten, unter dem Impeller um den Schwerpunkt nach hinten zu bringen. Den Impeller musste ich auch nach hinten versetzen, um das Gewicht des Akkus auszugleichen welches einen viel größeren Hebel hat. Eigentlich sollten die beiden Befestigungsschrauben genau zwischen den beiden Rippen liegen. Jetzt liegen sie weit hinter der hinteren.

      Eine Einlauflippe habe ich auch an das Holzkonstrukt angepasst um Optik und Wirkungsgrad zu verbessern.
      Das mit der Optik wird noch, das mache ich noch schöner. Der Heißkleber sieht aktuell noch ein bisschen schlimm aus. Über den Wirkungsgrad von Impellern müssen wir ja eigentlich nicht reden.
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      Als nächstes kam die Nase an die Reihe:

      Da solche Wurfmodelle, insbesondere wenn die Flugfähigkeit unklar ist, öfters auf die Mütze bekommen, habe ich mich bemüht, die Nase zu verstärken. Außerdem ist ja bedingt durch die Verbreiterung vorn in der Mitte ein großes Loch. Dort habe ich eine Holzstrebe eingebaut, die sich über zwei weitere Streben am Akkubrett abstützt. Wenn er also auf die Nase fällt, hält das entweder oder alles ist kaputt...
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      Das letzte, was ich bisher getan habe, betrifft die Verkleidung des Impellers.
      Hauptsächlich aus optischen Gründen habe ich eine Verkleidung für den Impeller gebaut, die entfernt an ein Speedboot erinnert. Keine Ahnung, ob sich dadurch die Luftführung verbessert, sieht jedenfalls garnicht so schlecht aus. Das muss natürlich noch verschliffen werden, aber bestimmt nicht mehr heute.

      Und damit wären wir dann auch beim aktuellen Stand.

      Das letzte Foto zeigt die weiteren Ergebnisse des heutigen Deprongemetzels :D
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      Kleines Update am Rande:
      Ich habe eine Haube gebaut. Da mir am Vorgänger (dem Nachtflieger) die magnetische Haubenhalterung nicht gefallen hat, habe ich mir dieses Mal eine mechanische Verriegelung gebaut. Die Haube wird hinten eingehakt und dann vorn über den beweglichen Haken verriegelt. Jetzt nicht gerade patentreif, funktioniert aber ausreichend.

      Achja, Servos sind auch drin, Verkabelung ist fertig. Und Seitenruder habe ich auch gebaut. Das ist 6mm Balsa, das mit Glasfaser stabilisiert wird. Sieht einfach besser aus als die Serienmäßigen Seitenruder-Winglets.

      Wenn ich irgendwann mal wieder Zeit habe fange ich an, die Unterseite zu bauen. Da fehlt noch ein Lufteinlauf und die Nasenverkleidung, bzw. Luftführung.
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      Mal was neues:
      Nach einigen untätigen Monaten habe ich weitergemacht und die Seitenruder laminiert. Die bestehen aus Balsaholz und hatten das Stabilitätsupgrade daher nötig.

      Nachdem Sebastian vor kurzem ein ähnliches Flugobjekt erfolgreich in die Luft gebracht hat und es dabei auch ein paar kleinere Komplikationen gab, habe ich mich entschieden, den Testflug sobald wie möglich zu machen und erst danach an der Verkleidung und weiteren optischen Aspekten zu arbeiten.
      Ich habe noch ein Schubrohr für den Impeller bestellt, in der Hoffnung noch etwas mehr Schub zu bekommen und den Schwerpunkt ein bisschen nach hinten zu bekommen, ansonsten muss ich nur noch Seitenleitwerke und Kufen ankleben und die Kiste kann abheben.

      Mal sehen, ob das Ding fliegt...
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      Die Schüssel fliegt! Erstaunlicherweise...
      Fabian und ich sind bei absolut scheußlichem Wetter nach Kirchgellersen gefahren und haben den Flieger dort ausprobiert. Starten geht einwandfrei, der Schub ist auch ok.
      Bei dem Wind ließen sich leider kaum sinnvolle Rückschlüsse auf das Flugverhalten ziehen, es scheint aber so, als wären die Seitenruder zu klein, der Flieger ist um die Hochachse etwas instabil.
      Das werde ich aber nochmal bei ruhigerem Wetter überprüfen.

      Achja: Hat jemand noch einen 4S-Balancerstecker, den er nicht mehr braucht? Einen hat der Impeller gefressen. Zum Glück gab es keinen Kurzschluss 8)
      Sehr cool. Eigenbau ...und fliegt. Hoffe ich kann das auch bald sagen.
      Gruss Roland
      Kleines Update:
      Ich habe auf den Flügeln Spoilerklappen eingebaut, die zusammen mit den Querrudern eine Brems-, bzw. Seitenruderfunktion ermöglichen. Das funktioniert so halbwegs, jedenfalls stürzt die Kiste nicht ab, wenn ich Seitenruder steuere. Viel bringen tut es aber auch nicht.
      Der Plan war, die Seitenruder komplett abzunehmen und die Seitenruder über ein (noch zu entwickelndes) Kreiselsystem und die Spoilerklappen zu stabilisieren.

      Daraus wird aber erstmal nichts, ich hatte heute einen Startunfall und dabei hat der Flieger erhebliche Schäden einstecken müssen. Die Flügel und Elektronik sind intakt, aber der Mittelteil ist ziemlich erledigt, es hat auch meine Holzspanten zerlegt.
      Reperabel wird es dank glatter Bruchkanten ohne nennenswerte Knautschung wohl sein, allerdings nur zu lasten des Gewichts, ich werde eine Menge GfK und Epoxyd brauchen, um das wieder hinzubiegen.
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      Uuuupppps, schade! Aber Du kriegst das wieder hin. Du brauchst ja ein Gerät in das Deine Steuerelektronik passt.